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Astrid Lindgren Bücher
Michel aus Lönneberga Pippi Langstrumpf Bücher

Information

Wer kennt sie nicht? Rote Haare und dabei zwei lange Zöpfe, zu große Schuhe und dazu Kniestrümpfe, die geringelt daherkommen. Ja, gemeint ist hier Pippi Langstrumpf. Die Pippi Langstrumpf Bücher und Fernsehfilme erfreuten unsere und die Kindheit unserer Kinder heutzutage immer noch grandios. Jeden Sonntagnachmittag saßen wir auf der Couch und sahen uns die Abenteuer von Pippi, Kleiner Onkel, Herr Nilsson (Serienproduktion aus Schweden, 1968-1970). Mit von der Partie waren dabei auch noch die niedlichen Nachbarskinder Tommy und Anika. Die Hauptdarstellerin lebt in einem Haus, der Villa Kunterbunt, das sie von Ihrem Vater bekommen hat. Solange dieser auf dem Meer unterwegs ist hat Pippi hier das alleinige Sagen. Neben dem Haus hat sie auch eine Kiste voller Goldstücke mitbekommen. So organisiert sich die Neunjährige Ihr Leben so wie es ein Kind eben tut.
Astrid Lindgren zeigt hier das unkonventionelle Leben fernab der "Erwachsenen-Regeln" und freier Persönlichkeitsentwicklung für Kinder. Initialzündung der Idee war die Krankheit der eigenen Tochter, die sich während Ihrer Lungenentzündung sehr langweilte. Um Ihrer Tochter ein wenig Ablenkung zu gönnen erfand Astrid Lindgren daher die Geschichte der Heldin und erzählte und spann den Geschichtsfaden immer weiter. Das erste Buch erschien im September 1945. Neben der Pippi Langstrumpf Bücher wurden folgende bekannteste Fernsehfilme veröffentlicht: Pippi Langstrumpf, Pippi geht von Bord, Pippi im Taka Tuka Land, Pippi außer Rand und Band, Pippi Langstrumpfs neueste Streiche. Dazu gab es noch zwei Zeichentrickfilme, die jedoch nie an die Popularität der Spielfilme oder Bücher herankamen.
Die Euphorie um die zügellose Romanfigur fand jedoch nicht nur ungeteilte Zuneigung. Kritische Stimmen monierten dass das in der Villa Kunterbunt allein lebende Mädchen ein schlechtes Vorbild darstelle. Sie ist ausgestattet mit unbändiger Kraft ohne Restriktionen in der normalen Welt und stellte so auch für die Kinder und Jugend ein schlechtes Vorbild dar. Anbei regte sich auch an der verwendeten Sprache Unwollen, die nach Kritikermeinung nicht ausreichend wäre und zudem vulgäre Züge habe. All diese Stimmen konnten den Siegszug der Pippi Langstrumpf Bücher nicht aufhalten und machten somit vor keiner Druckpresse oder Kinoleinwand halt. Der Erfolg war jedoch lange Zeit gar nicht so klar, denn die Buchautorin Astrid Lindgren fand zunächst keinen Verleger bis sich der Friedrich Oetinger Verlag motiviert sah hier einzusteigen. Diese Entscheidung hat man bis heute nicht bereuen dürfen, denn dies war der Anfang einer Verlagskarriere einer schwedischen Kinderbuchautorin auf deutschem Verlagsboden.